Wer eine PR-Agentur in Deutschland engagiert, zahlt in der Regel mindestens 10.000 Euro pro Monat. Oft mehr. Dafür gibt es ein Team, ein Büro, Strategiepräsentationen – und die Hoffnung, dass am Ende Platzierungen stehen.
Für viele mittelständische Unternehmen und kleinere Organisationen ist das der Grund, warum Medienarbeit nie ernsthaft angegangen wird. Das Budget fehlt, also bleibt die Sichtbarkeit aus.
Das ist ein Denkfehler – aber ein verständlicher.
Was Medienarbeit tatsächlich kostet
Große PR-Agenturen in Deutschland rechnen nach Retainer: monatliche Pauschalen zwischen 10.000 und 30.000 Euro für laufende Betreuung. Was darin steckt, variiert stark. Häufig: viele Abstimmungsstunden, wenige Platzierungen.
Erfahrene selbstständige Berater arbeiten anders. Kein Agenturoverhead, keine drei Hierarchieebenen. Die Abrechnung ist direkter – und das Modell macht den entscheidenden Unterschied.
Bei BAMBERG Reputation gibt es zwei Optionen:
Erfolgsbasierte Vergütung: 2.500 Euro pro realisierter Platzierung. Der Artikel erscheint – die Rechnung kommt. Erscheint er nicht, kommt keine. Das ist die logische Konsequenz davon, dass Medienarbeit ein messbares Ergebnis hat: Entweder steht das Unternehmen in der Zeitung oder nicht.
Stundenbasierte Beratung: 300 Euro pro Stunde für strategische Beratung, Vorbereitung und Begleitung, wo eine Erfolgsabrechnung nicht passt – etwa wenn das Thema noch entwickelt werden muss oder intern viele Entscheider beteiligt sind.
Wann lohnt sich Medienarbeit für KMU?
Immer dann, wenn ein klares Ziel dahintersteht. Wer in die Medien will, um Vertrauen bei potenziellen Kunden aufzubauen, Glaubwürdigkeit bei Investoren zu stärken oder in einer Branchendebatte sichtbar zu werden – für den ist Medienarbeit kein Kostenfaktor, sondern ein Vertriebskanal.
Die Frage ist nicht, ob sich Medienarbeit lohnt. Die Frage ist, ob das Modell stimmt.
Ein Retainer von 10.000 Euro im Monat lohnt sich nicht, wenn am Ende des Quartals zwei Pressemitteilungen und ein Interview in einem Regionalblatt stehen. Eine erfolgsbasierte Platzierung für 2.500 Euro in Handelsblatt, WirtschaftsWoche oder einem relevanten Fachmedium lohnt sich fast immer.
Die ehrliche Einschätzung
Erfolgsbasierte Vergütung funktioniert nicht für jeden Auftrag. Wenn das Thema noch unklar ist, wenn intern keine Entscheidung gefallen ist, wenn der Klient selbst noch nicht weiß, was er sagen will – dann ist ein Retainer der ehrlichere Weg. Den empfehle ich dann auch.
Aber wenn das alles steht: Dann ist Abrechnung nach Stunden das falsche Modell.
Florian Bamberg ist Gründer von BAMBERG Reputation, einer Frankfurter Beratung für proaktive Medienarbeit in Deutschland. Er arbeitet mit Mittelständlern und internationalen Unternehmen – auf Erfolgsbasis oder Stundenbasis, je nachdem was für den Auftrag ehrlicher ist.
